Käfigkampf – Mixed Martial Arts

MMA

Unser Hobby neben dem Pumpen 

Heute möchten wir einmal mehr über unser Hobby neben dem Kraftsport erzählen. Wer fleißig unsere Artikel liest, der weiß, dass wir dem MMA (Mixed Martial Arts) verfallen sind. In Deutschland weiß leider kaum richtig über den Sport Bescheid. Ganz anders als in den USA beispielsweise oder auch Japan. In diesen Ländern werden die Kämpfer wie Helden gefeiert und sind anerkannte Profisportler. Ganz anders, als hier in Deutschland. Wenn ich hier jemanden etwas über MMA erzähle denkt jeder gleich an eingezäunte Gladiatoren, die kämpfen bis einer stirbt. In Frankreich beispielsweise wurde die komplette Sportart MMA verboten!

Natürlich ist das nicht so. Das haben auch schon einige Schauspieler versucht zu vermitteln. Mit Hilfe von Filmen wie „Das Schwergewicht“ hat Kevin James versucht den Sport zu zeigen wie er ist. Und zwar: hart, anstrengend, aber nicht brutal und auch nicht menschenunwürdig!

Was ist MMA?

Grob gesagt eine Mischung aus den verschiedensten Kampfsportarten weltweit. Es sind Techniken im Stand erlaubt, z. B. Schläge, Tritte, Ellebogen und auch Kniestöße. Weiter geht es am Boden mit Würgetechniken, Ringen aber auch Schläge, das. Viele Kämpfer haben vor Ihrer MMA Karriere eine andere Kampfsportart ausgeübt, dass sozusagen ihr Steckenpferd ist. Daher sieht man bei Kämpfen immer wieder spektakuläre Tricks und Techniken die man noch nie vorher gesehen hatte. Ganz anders als beim Boxen. Das ist auch der Grund für die große Beliebtheit des Sports, zumindest in anderen Ländern.

Hier ein Video um ein besseres Bild davon zu bekommen:

Das Schlagen am Boden wird übringens „ground and pound“ genannt.

Warum wird oft in einem Käfig gekämpft?

Während der Anfänge von Mixed Martial Arts wurde noch oft in normalen Boxringen gekämpft. Hier war aber das Problem, dass regelmäßig die Kämpfer zwischen den Ringseilen hinaus flogen. Es gibt Situationen in denen ein Kämpfer seinen Gegner versuch auf den Boden zu bekommen. Das klappt super mit Ringertechniken wie den „double-leg-Takedown“. Dabei umklammert ein Fighter die Beine seines Gegners um ihn zu Boden zu kriegen. Würden die Beiden nun gegen die Ringseile fallen während einer der beiden immer noch Druck nach vorne ausübt, würden die durch die Seile oder gar komplett von der Ringmatte fliegen.
Bei einem Käfig kann so etwas nicht passieren da dieser aus engem Maschendraht besteht.
Für unwissende sieht das ganze aber eher aus wie ein Untergrund Hahnenkampf. Aber wenn man keine Ahnung hat, wäre es für manche besser die Klappe zu halten anstatt sich gegen den Sport auszusprechen und ihn gar verbieten wollen. #vollidiot

Wie läuft ein solcher Kampf ab?

Es gibt viele Veranstalter und Organisationen, die MMA Fights veranstalten. Diese entscheiden an welches Regelwerk (mehr dazu unten) sich gehalten wird. Diese bestimmen auch die Rundenzeiten. Meistens geht eine Runde über fünf Minuten und davon gibt es drei Stück. Bei der weltgrößten MMA Organisation, der UFC, ist das so und die kleineren Veranstalter orientieren sich oft daran können aber auch davon abweichen. Ein Kampf um den Titel der verschiedenen Gewichtsklassen geht sogar fünf Runden à fünf Minuten. Zwischen den Runden gibt es eine kurze Pause von nicht einmal einer Minute während der Trainer und ein Teamkollege in den Käfig dürfen um sich um ihren Kämpfer zu kümmern.

Da liegt jemand auf dem Rücken und wird geschlagen. Das ist doch nicht fair!

Doch und wie! Jeder Kämpfer trainiert in der Vorbereitung etliche Stunden, verschiedenste Techniken, für verschiedenste Positionen. Dazu gehört auch auf dem Rücken zu liegen während der Gegner versucht Schläge ins Gesicht zu landen oder einen Aufgabegriff zu bekommen. Und es gibt super Möglichkeiten eine den Gegner von dieser scheinbar schlechten Position zu kontern. Hier mal nur ein paar Beispiele im Video.

Wie wird ein Kampf entschieden?

Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten.

K. O.: Der klassische K. O. eben. Ein, zwei Schläge oder Tritte sitzen und der Gegner ist sofort Bewusstlos. Das gilt übrigens nicht nur im Stand, sondern auch am Boden, wenn jemand beim ground and pound ausgeknockt wird.

Technischer K. O.: Sobald einer der Kämpfer kampfunfähig ist und sich nicht mehr richtig Verteidigen kann, wird der Kampf vom Ringrichter abgebrochen. Liegt einer der Beiden beispielsweise auf dem Bauch während er geschlagen wird und er macht keine Anstalten aufzustehen oder sich aus der Position zu befreien, wird dann der Kampf abgebrochen. Das nennt mann dann abgekürzt TKO.

Submission: Ein s. g. Aufgabegriff bringt den Gegner dazu, mit der Hand oder einem anderen Körperteil abzuklopfen und somit aufzugeben. Diese Techniken stammen größtenteils aus dem Brazilian Jiu Jitsu. Es können Griffe die auf eine Gelenküberstreckung abzielen angewendet werden oder Würgegriffe die die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrechen. Das hört sich alles brutaler an als es ist. Unten zeigen wir zu Veranschaulichung mal einen Zusammenschnitt von Bodentechniken.

Punktentscheidung: Wie beim fast allen Kampfsportarten wird jede Runde beim MMA bepunktet. Momentan lautet hier die Regel: Der Rundengewinner bekommt automatisch 10 Punkte und der Verlierer 9 oder weniger, je nach Leistung.

Besonderheiten: Der Kampf kann noch vom Kampfrichter oder Ringarzt abgebrochen werden z. B. bei einem Cut (Platzwunde). Ist dieser zu groß oder blutet zu stark wird dann der Kampf zugunsten des anderen entschieden.

Der Bodenkampf im MMA:


Tipp: Wir teilen regelmäßig auf unserem Instagram und Facebook Account sämtliche Videos oder ähnliches rund ums Thema MMA.

Support ist kein Mord!
– Flying Uwe –

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